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Maulfechten

Veröffentlicht am 16.09.2020
Jeder Hund hat seinen eigenen Spielstil.
Während mein Retriever gerne rennt, die Bordeauxdogge meiner Freundin gerne sehr körperlich tobt, so liebt mein Zwergspitzmix das sogenannte Maulfechten. 
Dabei greift ein Hund das Maul des anderen von oben, unten, oder der Seite.
Gerne werden auch andere Körperteile wie Ohren, Nacken oder Beine gegriffen und auch festgehalten.
Ich schreibe bewusst "greifen", da es zwar zu Körperkontakt kommt, aber keine Verletzungsabsicht dahinter steckt.
Bei dieser Spielart sind viele Zähne zu sehen und meist kommen auch witzige Laute aus dem Hund. 
Je nach Hund und unter Einhaltung fester Spielregeln (ich kann es jederzeit starten und beenden) und Überprüfung des Energielevels (hat der Hund sich und seine Gefühle noch unter Kontrolle) spiele ich gerne mit meinen Hunden und meiner Hand.
Meine Hand dient dabei als Mäulchen.
 
Habt ihr auch schon MAULFECHTEN mit euren Hunden gespielt?
Spielen eure Hunde diesen Spielstil mit anderen Hunden?
 
Und nun wünsche ich euch viel Spaß beim Spielen
Yvonne Rommerskirchen

Losgelassenheit vor dem Reiten

Veröffentlicht am 13.09.2020

Kiefermobilisation

Die Losgelassenheit und Zufriedenheit von Pferd und Reiter sollte schon VOR dem Aufsitzen hergestellt werden.
Eine schöne Möglichkeit ist die Mobilisierung des Kiefers vom Boden aus, bei dem jungen Haflinger auf dem Foto hat sich durch die leichte Kautätigkeit bereits ein kleines Speichelbärtchen gebildet. 

Richtig durchgeführt wird das junge Pferd durch diese Übung auch eine positive Verknüpfung zum Gebiss aufbauen.
Das Maul des Pferdes sollte stets mit äußerster Sorgfalt behandelt werden, um Verletzungen und einen Vertrauensbruch durch die Reiterhand zu vermeiden. 

 

Führt ihr schon Übungen vor dem Reiten mit euren Pferden durch?
Wenn ja, erzählt mir gerne bei unserem Training davon, oder lasst es mich per Email wissen.

Eure Yvonne Rommerskirchen

Schnüffeln

Veröffentlicht am 21.08.2020

Schnüffeln ist ein wichtiger Wohlfühlfaktor im Leben unserer Hunde und darf nicht unterbunden werden.


Wir sollten daher auf jedem Spaziergang den Hund ausgiebig seiner Nase folgen lassen, es ist ja schliesslich auch sein Spaziergang. Unsere Hunde können z.b. riechen, welches Wildtier auf dem Weg gelaufen ist, oder welcher potentielle Hundepartner in der Nähe ist.


Schnüffeln ist mental anregend, es versorgt unsere Hunde mit Informationen über ihre Umwelt, daher wirkt es auch körperlich und geistig sehr auslastend.


Die Geruchsnerven sind zudem mit dem limbischen System verbunden, dem Teil des Gehirns, in dem Gefühle verarbeitet werden. Deshalb kann auch ein kurzer Spaziergang, bei dem ausgiebig geschnüffelt werden durfte sehr aufregend sein und den Hund noch einige Stunden später aufwühlen, oder müde machen.

Welcher Spur folgen eure Hunde besonders gerne?
Sind sie eher Wild fixiert, oder Sexual motiviert ?

 

Lasst mir gerne eure Beobachtungen und Erfahrungen per Mail zukommen.

Eure Yvonne Rommerskirchen

Grannen - Die unterschätzte Gefahr für Hunde

Veröffentlicht am 20.07.2020

Der Labrador einer guten Freundin hatte vor kurzem eine sehr schmerzhafte Begegnung mit einer fiesen Granne in seiner Nase. 
Aber was sind Grannen und wie kommen sie in den Hund hinein?
Grannen sind ein Teil von Getreideähren mit spitzen Widerhaken.
Sie haben jetzt im Sommer gerade Hochsaison und wachsen an Feldrändern, aber auch auf Wiesen und sogar im Wald kann man sie sehen, da der Wind die Grannen kilometerweit wegwehen kann.

Ist eine Granne in den Hund eingedrungen wird dieser durch schütteln, oder Einsatz seiner Zähne versuchen sie loszuwerden, doch dadurch wandert der Fremdkörper immer tiefer in den Körper deines Hundes und es bleibt nur noch der Gang zum Tierarzt!


Bleibt eine Granne unentdeckt ruft sie schlimme Entzündungen und eitrige Abszesse hervor.


Suche deinen Hund daher nach einem Spaziergang ab, zeigt er dennoch folgende Symptome könnte es eine Granne sein:

- Husten oder Niesen
- Intensives Ablecken, oder beißen an Pfoten und/oder  Humpeln
- Schütteln des Kopfes
- Rötungen im Ohr oder Auge
 
Hatte euer Hund schon mal eine Granne?
Konntet ihr sie noch selber entfernen oder musstet ihr zum Tierarzt?
 
 
Lasst mir gerne per Email eure Erfahrungen da, ich freue mich über Erfahrungsberichte
 
Eure 
Yvonne Rommerskirchen

 

Targettraining

Veröffentlicht am 27.04.2020

Was ist ein Target?

Das Wort "Target" komm aus dem englischen Sprachgebrauch und bedeutet Ziel. Wenn wir davon sprechen, dass der Hund ein Target berühren soll, meinen wir damit, dass der Hund mit einem Körperteil einen Gegenstand (das Ziel) oder ein Körperteil des Menschen berührt.

Der Klassiker und den meisten Hundehalter geläufig, ist wohl das Pfötchengeben, der Hund berührt mit seiner Pfote unsere Hand. In diesem Fall wäre unsere Hand also ein Target.

Auf den Bildern seht ihr, wie ich mit einem Targetstick geübt habe. Vorab habe ich mir genau überlegt mit welchem Körperteil die Hunde das Target berühren sollten, ihre Nase sollte die schwarze Kugel auf dem Stick berühren.

 

Die Besonderheit und der Schwierigkeitsgrad war jedoch, dass 1 Target für 3 Hunde zur Verfügung stand und jeder Hund erst nach Aufforderung, durch seinen Namen starten durfte.
Das hat ganz schön Impulskontrolle gekostet, zumal jeder Hund Rasse bedingt anders aufgestellt war.

 

Die kleine Bulldogge Alma hat das erste Mal auf diese Art trainiert und guckte sich das ganze genau bei den Jungs ab und zack, hatte sie den Dreh raus. :-)

Das Targettraining fordert eure Hunde geistig und ist auch spitze für Regentage geeignet. 

 

Und nun viel Spaß beim Üben

Eure Yvonne Rommerskirchen

Der Käsebaum

Veröffentlicht am 29.03.2020

Ein Highlight für euren Spaziergang

Hunde lieben Spaziergänge, die interaktiv mit ihrem Menschen sind.

Schnödes Laufen, ohne Spannung oder Aktionen, verleitet besonders jagdlich ambitionierte Rassen zu selbst gewählten Aktionen oder Abenteuern, die man nicht gut findet.

Von daher sollten wir selber für ein bisschen Spiel und Spaß sorgen, um die Aufmerksamkeit unserer Vierbeiner bei uns zu halten. 

Meine Hunde sind große Fans des "Käsebaums"

Am Käsebaum wird nicht nur die Hundenase gefordert und somit ausgelastet, sondern es lassen sich wunderbar diverse Gehorsamsübungen einbauen und je nach Ausbildungsstand deines Hundes vielfältig variieren. 

 

Und das geht so:  

° Du nimmst dir einen schön schmierigen Käse (z.B. Gouda) und drückst diesen in die Rinde eines Baumes, oder umgefallenen Baumstammes.

° Je nach Ausbildungsstand, leinst du deinen Hund in dieser Zeit etwas abseits an, oder gibst ihm ohne Leine das Kommando sitzend, liegend, oder stehend zu warten.

° Geh zurück zu deinem Hund und lobe ihn bereits jetzt für das geduldige Warten.

° Schicke dann "aus der Ruhe heraus" deinen Hund zu dem bestückten Käsebaum.

° Hier dürfen sie nun schnüffeln, lutschen und knabbern bis der Käse gänzlich vertilgt ist.

° Fortgeschrittene Hunde könnt ihr zwischendurch vom Käsebaum zurück zu euch rufen und dann zur Belohnung wieder zum Baum schicken.

 

 

Das festigst du als netten Nebeneffekt automatisch:

° Grundgehorsam

° Distanztraining

° Impulskontrolle 

° Rückruf

Bildergalerie

Brut- und Setzzeit

Veröffentlicht am 14.03.2020

In den Wäldern singen die Vögel, die ersten Insekten schwirren umher und es grünt so schön auf Feldern und Wiesen.
Die Zeichen des Frühlings locken uns hinaus und mit uns auch unsere Hunde.

Bedingt durch das milde Wetter gibt es jetzt schon viele Jungtiere und die Brut-und Setzzeit schiebt sich deutlich nach vorne.

Vielleicht ist es euch selber auch schon durch euren Hund aufgefallen?
Interessiert steckt er seine Nase in den Wind und verlässt auch gerne den Waldweg?
Im Wald und auf den Feldern wirkt er ganz aufgeregt und ist schlechter ansprechbar?
Im schlimmsten Fall ist er schon durchgestartet und war ein paar bange Sekunden, oder gar Minuten im Unterholz verschwunden?

Dann heißt es Alarmstufe Rot und Leine an den Hund! 
Ohne Diskussion und Ausreden.

Nehmt Rücksicht und schont die Wildtiere! 
Leider kommt es durch die sehr egoistische Denkweise vieler Hundebesitzer und ihrer streunenden und wildernden Hunde immer noch zu verletzten und getöteten Wildtieren.

Bei uns in NRW gilt im Wald folgendes:

"So lange sich der Hund im Einflussbereich des Halters aufhält, ist ein Freilauf erlaubt. Das Betreten abseits der Wege kann mit einem Bußgeld belegt werden."

Doch ACHTUNG : Für ausgewiesene Naturschutzgebiete
(sichtbar durch Schilder) gilt das nicht!

Da Wild sich tagsüber meist in den Dickungen, also im Unterholz versteckt, werden sie nicht gestört, solange Hund und Halter auf den offiziellen Wegen bleiben.


Und nun genießt den Frühling mit eurem Hund

Eure Yvonne Rommerskirchen

Hundemüde

Veröffentlicht am 17.02.2020

Wie viel Ruhe brauchen unsere Hunde?

Wir Menschen kommen in der Regel mit sieben bis acht Stunden Schlaf gut aus, unsere Hunde haben jedoch einen deutlich höheren Bedarf an Ruhephasen und Schlaf.

Wenn erwachsene Hunde könnten, würden sie im Schnitt 12-16 Stunden am Tag dösen oder schlafen.
Welpen, alte oder kranke Hunde haben sogar einen noch höheren Bedarf an Ruhe, sie benötigen 20 bis 22 Stunden Schlaf täglich.

Gerade nach stressigen und aufregenden Situationen, oder Spaziergängen benötigen unsere Hunde darauf wieder Ruhephasen.
Der Spruch "Nach müde kommt blöd " trifft definitiv auch bei Hunden zu. Und aus diesem Grund lassen sich viele Verhaltensauffälligkeiten durch ein höheres Ruhebedürfnis schon regulieren und ausgleichen. 

Manche Hunde muss man erstmal zur Ruhe zwingen, sie sind so gestresst und unter Strom, dass sie es alleine oft nicht alleine schaffen zur Ruhe zu kommen. Dies liegt teilweise auch daran, dass unsere Hunde das Gefühl haben uns zur Verfügung stehen zu müssen, manchmal haben sie auch Angst etwas Wichtiges zu verpassen. 
Rituale können dem Hund dabei helfen zur Ruhe zu finden, sei es ein Duft, eine bestimmte Musik, oder ein besonders kuscheliger Schlafplatz.

Schlafmangel kann auf Dauer gravierende Folgen für die Gesundheit des Hundes haben.

Ich überprüfe und erfrage bei meinen Kunden daher immer, ob der Hund, wie es oft behauptet wird tatsächlich unterfordert, oder wie ich es schon festgestellt habe, überfordert von seinem Alltag ist.

Und nun überprüft mal den Tagesablauf und das Bespaßungsprogramm eurer Lieblinge, vielleicht ist ja gerade Zeit für ein kleines Schläfchen zu zweit ;-)

 

Eure Yvonne Rommerskirchen

Ein Problempferd

Veröffentlicht am 13.02.2020

Manchmal bekomme ich Anfragen mit dem Betreff:

"Mein Pferd ist ein Problempferd, ich brauche dringend Hilfe."

 

 

Was passiert bei meinem ersten Besuch eines neuen Kunden?

 

Ich schaue mir den Stall an und wie das Pferd dort lebt, überprüfe sein Equipment, wie Sattel und Gebiss.
Dann lasse ich mir ausführlich alles zum Gesundheitszustand, der Fütterung und zum Training des Pferdes berichten.
Danach schaue ich bei kleinen Führübungen genau hin, wie der Halter mit dem Pferd umgeht und kommuniziert.

 

Meine Aufgabe ist es, die Ursache zu finden, wie das Pferd zu seinem neuen Titel "Problempferd" gekommen ist. 

Würde man z.B. ein Wildpferd, dass sich in seiner Herde, unter seinen Artgenossen und auf großer, natürlicher Fläche bewegt als Problempferd bezeichnen? Eher nicht.

Wird so ein wild lebendes Tier aber gefangen und unter Menschen gebracht, sind die Probleme vorprogrammiert. Aber solch ein Pferd direkt als Problempferd zu bezeichnen ist Unsinn. Dieses Pferd hatte vorher noch nie Kontakt zu Menschen, es kann unsere Sprache nicht deuten, es hat Angst vor uns und der neuen Situation. Wie können wir also erwarten, dass es direkt umgänglich ist und uns blind vertraut?

So ist es aber auch, bei einem neugeborenen Pferd im heimischen Stall. Auch dieses kleine Wesen muss uns erst kennen lernen und uns sein Vertrauen schenken. Hier wird bereits der Grundstein zu einem späteren, problemlosen Umgang gelegt. Lernt das Pferd bereits in seiner sensiblen Phase, dass der Mensch unberechenbar oder ungerecht ist, wird es sich auch als Jungpferd nicht zu unserer Zufriedenheit benehmen und sich selber und uns in gefährliche Situationen bringen.

Jedem Menschen der mit Pferden umgeht sollte klar sein, dass er stets bemüht sein muss, die Pferdesprache zu lernen, damit er korrekt und verständlich mit dem Pferd umgehen kann.


Heute noch werden Pferde ohne Ausweg im Round Pen herum gescheucht, oder hart sanktioniert mit dem Hinweis:
"So machen Pferde das untereinander auch und da geht es viel härter zu." 

 

Ähm Sorry Leute!

 WIR SIND KEINE PFERDE, WIR BLEIBEN MENSCHEN UND SOLLTEN UNSEREN
KOPF STATT UNSERE KÖRPERKRAFT BENUTZEN!

 

Wer Respekt von seinem Pferd erwartet, muss das Pferd erst einmal respektieren.

Wer Vertrauen von seinem Pferd möchte, muss ihm dieses Vertrauen erst einmal entgegen bringen.

 Wer seinem Pferd etwas beibringen möchte muss eine angenehme Atmosphäre ohne Stress schaffen.

 

Eine korrekte Kommunikation und liebevolle Konsequenz, bringt uns im Zusammenleben voran und schafft eine gute Partnerschaft. Wir müssen uns bei aufkommenden, oder bestehenden Problem und Verhaltensauffälligkeiten immer die Frage stellen: "Was ist geschehen und schief gelaufen, dass ein Pferd sich so negativ entwickelt hat?"

Ungewünschtes Verhalten kann aktiv verursacht worden sein, z.B. durch ungeschicktes Verhalten gegenüber dem Pferd beim täglichen Umgang, grobe reiterliche Einwirkung, falsche Fütterung, unpassendes Equipment, oder Gewalt gegenüber dem Pferd. 

Wir sind mental auch nicht spitze drauf, oder super gelaunt, wenn wir krank sind.
Wer kann da also von seinem Pferd erwarten, dass es Lektionen bei Schmerzen oder Unwohlsein klaglos und willig ausführt?

Gefährliches Verhalten kann aber auch passiv verursacht sein, z.B. durch Vernachlässigung und zu wenig Bewegung oder mangelnde Versorgung. Aber auch inkonsequentes Verhalten seitens des Pferdebesitzers ist kontraproduktiv, denn ein Pferd möchte angeleitet werden und dadurch Sicherheit erfahren, sonst entscheidet es für sich selber, was wieder zu gefährlichen Situationen führen kann.

 

Die Auswirkungen von Problemen, lassen sich zum Glück verringern und bei dauerhaftem,
alternativen Umgang auch umkehren.

 Das Pferd muss vor allem zur Ruhe kommen dürfen und Vertrauen beim Menschen finden.

 

 

 Ihr habt ein "Problempferd"? Ich gehe gerne mit euch auf Ursachenforschung!

 Eure Yvonne Rommerskirchen 

Training mit einem Marker

Veröffentlicht am 13.02.2020

Markertraining? Was ist das denn jetzt schon wieder? Wofür macht es Sinn?

Viele Kunden möchten ihre Tiere gerne für gute Leistung belohnen. Dies ist auch erstmal völlig logisch und löblich, gehen wir ja auch mit der Aussicht auf ein monatliches Gehalt zur Arbeit.
Während die Gabe von Leckerli im Hundetraining kaum wegzudenken ist, scheinen Kekse bei den Pferdebesitzern geradezu verpönt, oder aber die Pferde sind durch falsche Gabe und unbedachte Darreichung dieser, zu zwickenden und fordernden Taschenwühlern geworden.
Und genau aus diesen Gründen macht ein Markersignal Sinn!

Die Grundlagen vom Antrainieren der Markersignale und deren Einsatz, sind die
klassische und instrumentelle Konditionierung. 

Ein Markersignal kann ein durch uns gesprochenes Wort, oder ein Ton, wie ein Clicker aus dem Handel sein. Wählen wir ein Wort, sollte es kurz und knapp sein und wir sollten es nie im Alltäglichen Sprachgebrauch nutzen. Ich benutze bei meinen Hunden, oder den Pferden einfach das Wort „KLICK“.
Der Vorteil an einem Clicker ist natürlich, dass sein Ton immer gleichbleibend ist, egal in welcher emotionalen Stimmung wir uns befinden. Der Nachteil wiederum liegt wortwörtlich auf der Hand, denn eine davon ist dann schon mit dem Gegenstand belegt und ein Handling mit Leine, oder Führstrick wird für manchen Besitzer zur Herausforderung. Unsere Stimme haben wir jedoch immer dabei! 
Ein Markerwort ist also alltagsfreundlicher in der Anwendung für uns Menschen.
Durch ein Markerwort können wir unsere Tiere also schneller und gezielter für gute Leistung Belohnen. Auch komplexere Übungen lassen sich dadurch besser positiv verstärken. Auf den Marker folgt IMMER eine Belohnung, das Signal würde sich sonst schnell abnutzen und für das Tier seine Bedeutung verlieren.

 

So wird der Marker aufgebaut! 

Hund oder Pferd sollen durch klassische Konditionierung erfahren, dass auf den Marker etwas sehr positives folgt. In unserem Beispiel arbeiten wir dazu mit dem favorisierten Leckerli eures Tieres. Welches dies ist, dürft ihr durch Gabe mehrer Köstlichkeiten erforschen. Euer Tier sollte die Kekse gerne fressen, jedoch sollte es nicht völlig dabei in Stress geraten, oder sogar übergriffig werden, dann wählt lieber ein etwas geringeres Leckerli.

Bereitet euch einige Leckerlis vor, diese sollten schnell fressbar sein, damit das Tier nicht zu lange darauf herum kauen muss, außerdem soll es ja nur eine Belohnung für ein gewünschtes Verhalten sein und keine ganze Tagesmahlzeit. 

Ich verstaue die Leckerli gerne in einer großen Bauchtasche, oder einer griffigen Jackentasche.
Sagt nun euer gewähltes Wort, greift zu eurer Tasche und reicht eurem Tier direkt im Anschluss das Leckerli. Die Gabe des Leckerli nach dem Wort, sollte jetzt am Anfang in Sekundenbruchteilen erfolgen, damit euer Tier Wort und Belohnung miteinander verknüpft. Der häufigste Fehler ist, dass die Hand schon vorher in der Bauchtasche steckt. Haltet also eure genaue Reihenfolge ein, damit keine Fehlverknüpfungen entstehen. Nachdem ihr ein paar Mal euer Wort gesagt und entsprechend eure Leckerli gegeben habt könnt ihr überprüfen, ob euer Tier schon verstanden hat um was es geht. Wartet bis es wegschaut oder abgelenkt ist und sagt euer Markerwort, schnellt der Kopf zu euch herum, könnt ihr relativ sicher sein, dass eine Belohnung erwartet wird ;-)

Und nun viel Spaß beim "Aufladen" eures Markersignals.

 

Wenn ihr Fragen dazu habt, oder euch die Konditionierung des Markers alleine nicht zutraut, meldet euch gerne.

Eure Yvonne Rommerskirchen

 

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