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Clickertraining für Pferde

Veröffentlicht am 01.05.2019
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    Wie wäre es mit Clickertraining? Sicher habt ihr schon einiges darüber gehört oder gelesen, aber selber damit das Training gestalten? Meist denkt man  an Zirkuslektionen oder Freiheitsdressur, doch der kleine Knackfrosch kann noch soviel mehr! Der Arbeit mit dem Markersignal sind auch bei Pferden fast keine Grenzen gesetzt!  

  • Wollt ihr eurem Pferd zur Abwechslung kleine Tricks und Kunststücke ohne Zwang und Druck bei bringen? Wie sieht es mit Handarbeit und Gymnastik an der Longe aus? Ja! Auch hier kommt der Clicker wunderbar zum Einsatz. Aber beim Reiten ist dann Schluss, da kann man ihn nicht mehr einsetzen oder? Aber ja doch! :-)

  • Der Clicker leistet uns überall dort gute Dienste, wo wir das gewünschte Verhalten oder eine bestimmte Bewegung unseres Pferdes bestätigen und einfangen möchten.
    Und da sind uns so gut wie keine Grenzen gesetzt.

  • Aber auch für freche, drängelnde und forsche Pferde eignet sich diese Art des Trainings gut.

  • Und ein großes Stichwort ist auch die Freiarbeit, denn hier eignet sich der Clicker hervorragend, um das Pferd zu motivieren und zu fördern.

  • Der Tierarztbesuch artet in Stress und wehrhaftes Verhalten aus? Greift zum Clicker.
    Den ein Medizinisches Training kann und sollte schon statt finden, bevor der Notfall eintritt.

    Aber mit dem bloßen Kauf des Knackfrosches ist es nicht getan.
    Unser Pferd muss natürlich erstmal lernen, dass dieses Geräusch das Versprechen auf eine prima Leckerei ist. Wichtig hierbei: Das Pferd bestimmt die Belohnung!Sprich nur weil ich die gekauften Kekse aus dem Geschäft für eine super Idee halte, findet mein Pferd klein geschnittene Möhrenstückchen vielleicht viel besser. Ihr solltet also im Vorfeld ein wenig testen was euer Pferd richtig super findet.

  • Apfel, Möhre, selbstgebackene Leckerlie hier darf munter ausprobiert werden.
    Selten gibt es auch Pferde die sämtliche Leckereien verschmähen und lieber ausgiebig gekrault oder geputzt werden möchten, dann ist das vielleicht die super Belohnung für euer Clickgeräusch.

     

  • Im ersten Schritt werden wir also ein paar Mal hintereinander das Geräusch erzeugen und dem Pferd sofort ein Leckerlie geben.
    Dies wird schnell und oft hintereinander wiederholt.Das ganze ist eine Klassische Konditionierung.
    Das Pferd lernt, dass bei diesem Geräusch etwas tolles und positives passiert.

    Ob unser Pferd verstanden hat was der Clicker bedeutet können wir folgendermaßen testen.
    Unser Pferd ist abgelenkt und schaut zb in der Gegend herum, wir clicken und wenn es sich nun Erwartungsvoll zu uns dreht können wir sicher sein, dass es verstanden hat, dass der Click etwas verspricht und etwas schönes bedeutet. Jetzt hat also eine Klassische Konditionierung statt gefunden und wir können mit dem eigentlichen Training starten.

     

  • Und jetzt ist unserer Fantasie keine Grenze mehr gesetzt! Was wir mit unserem Pferd erarbeiten oder verbessern wollen bleibt uns überlassen.

     

  • Nun beginnt die Operante Konditionierung.
    Gewünschtes Verhalten (später auf ein Signal hin) - Click - Positiver Verstärker (das Leckerlie)
    Durch viele Wiederholungen und dem positiven Verstärker im richtigen Moment wird unser Pferd nun natürlich das gewünschte Verhalten immer öfter und natürlich freiwillig und gerne zeigen.

    Und hier kommt der Punkt warum ich den Clicker so liebe (nicht nur im Hundetraining)
    Es wird weder mit Zwang, noch mit Angst oder Unwohlsein gebreitet, sondern rein über Lob und gute Laune!

    Aus Erfahrung kann ich sagen, die Pferde laufen zu Höchstform auf und aus so manchem Rempler und Zwicker ist das artigste Pferd geworden!

  • Denn hier komme ich zu einem weiteren Punkt der viele vom Clickern oder der Gabe von Leckerlie abhält. Hilfe mein Pferd wird dann betteln! NEIN! Nicht wenn man es richtig macht und ein gutes Timing hat. Im Gegenteil, die schlimmsten Zwicker und Taschenwühler konnte ich so zu höflichen und distanzierten Pferden umformen.

    Hier seht ihr ein gutes Beispiel der Arbeit mit dem Clicker:

    Höflichkeit und Distanz wahren lässt sich schnell erlernen.Höflichkeit und Distanz wahren lässt sich schnell erlernen.

  • Die kleine Stute war sehr aufdringlich und Distanzlos, innerhalb von zwei Trainings hat sie gelernt hinter einer Linie stehen zu bleiben und ihren Blick sogar abzuwenden, weil sie weiß, dass es nur dann zum gewünschten Leckerlie führt.

    Fairerweise muss ich möchte ich natürlich dazu sagen, dass es auch zu unerwünschten Fehlern kommen kann und man einiges falsch machen kann.
    Gerade wenn wir über das Thema Timing, Konsequenz und Reaktion sprechen.

  • Aber da stehe ich euch gerne mit Rat und Tat zur Seite und erkläre euch gerne ausführlich wie ihr mit dem Training starten könnt und was alles möglich und machbar ist.

    Eure Yvonne 

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